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6. Arbeitskreissitzung, 11. Oktober 2012, VIVO KU, Warngau, Landkreis Miesbach

Vorträge zur Thematik Bio- und Grünabfälle zu erneuerbaren Energien von Herrn Hartwig, Herrn Morlok, Herrn Geiger und Herr Dirkes. Besichtigung der neuen Vergärungsanlage des VIVO KU in Warngau.

6. Sitzung des Arbeitskreises ForumZ Protokoll

Datum Besprechung: 11. Oktober 2012, 8:30 Uhr
Besprechungsort: VIVO KU, Warngau
Verfasser der Niederschrift: Jürgen Morlok, LRA Aschaffenburg
erstellt am: 17.10.2012

Teilnehmer

Herr Jürgen Morlok, Landratsamt Aschaffenburg
Herr Franz Bareth, Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim
Frau Heike Lessner, Kreisabfallwirtschaftsbetrieb Heidenheim
Herr Walter Hartwig, VIVO KU, Warngau
Herr Thomas Frey, VIVO KU, Warngau
Herr Clemens Nüske, Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Vechta mbH
Herr Jürgen Pfister, Landratsamt Bamberg
Herr Werner Dirkes, Ibbenbürener Bau- und Servicebetriebes (Bibb)
Herr Richard, Geiger Stadt Landshut
Herr Ralph Kien, Entsorgungsverband Saar
Herr Gangolf Wasmeier, ZAW SR Straubing Stadt und Land
Herr Reinhold Berlin, AWISTA Starnberg
Herr Florian Hess, AWISTA Starnberg
Herr Werner P. Bauer, ia GmbH
Herr Bernhard Lipowsky, ia GmbH
Frau Ludgera Ewers, ia GmbH




TOP 1: Nächste Treffen des Arbeitskreises

Vorstellung der neuen Teilnehmer des Arbeitskreises


Als Termin für das 7. Treffen des Arbeitskreises wird der 16. April 2013, 9:00 Uhr festgelegt. Herr Tschackert erklärt sich in Abwesenheit bereit, das Treffen in Ludwigsburg zu organisieren.

Für das 8. Treffen des Arbeitskreises (3. Quartal 2013) hat Herr Dirkes angeboten, dieses in der Stadt Ibbenbüren zu organsieren.

Neue Teilnehmer:

AWISTA Starnberg, Herr Berlin, Herr Hess:

  • Die Aktivitäten und Rahmenbedingungen des AWISTA sind der beigefügten PowerPoint-Präsentation von Herrn Berlin im Detail zu entnehmen.

ZAW-SR Straubing Stadt und Land, Herr Wasmeier:

  • Der ZAW-SR Straubing verfügt über 40 Wertstoffhöfe, eine Kompostieranlage und eine Vergärungsanlage (Trockenfermentierung).
  • Jährlich werden ca. 20.000 Mg Garten- und Parkabfälle verarbeitet.
  • Das Gas wird vor Ort in einem Blockheizkraftwerk verstromt und eingespeist; die Wärme wird im eigenen Betrieb genutzt.
  • Holzige Abfälle (Wurzelstöcke & Äste) werden gehäckselt und in Holzheizkraftwerken in der Region verwertet.
  • Die Müllabfuhr wurde zum 01.01.2010 rekommunalisiert.

Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH, Herr Tschackert:

  • Herr Tschackert ist ebenfalls neues Mitglied im Arbeitskreis ForumZ, ist jedoch an diesem Termin verhindert.

VIVO KU Warngau, Herr Frey:

  • Herr Frey stellt sich als Nachfolger von Herrn Hartwig vor, der zum Jahresende als Vorstand des VIVO KU ausscheidet.

TOP 2: Vorstellung Abfallwirtschaft VIVO KU

Die Aktivitäten und Rahmenbedingungen der Abfallwirtschaftsgesellschaft des VIVO KU sind der PowerPoint-Präsentation von Herrn Hartwig im Detail zu entnehmen.

TOP 3: Rückschau und erste Ergebnisse Kennzahlenfelder


Kosten der Sammlung von Abfällen und Wertstoffen im Holsystem:

· keine weiteren Ergänzungen.

Kosten der Sammlung von Abfällen und Wertstoffen im Bringsystem:

· Herr Lipowsky stellt die ersten Ergebnisse des aktuellen Benchmarks zu den Bringsystemen vor.
An dem Benchmark beteiligen sich 24 Öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger aus 23 Landkreisen, 5 Städten und 3 Gemeinden, die zusammen 3.533.000 Einwohner repräsentieren

· Insbesondere die Ergebnisse und die Praxis der Erfassung der Sammelfraktionen Alttextilien und Nichtverpackungskunststoffe werden von den Teilnehmern intensiv diskutiert:

o die Datengrundlage hinsichtlich Organisationsformen und Erlösen sowie zum Anteil von gewerblicher und gemeinnütziger Sammlung von Alttextilien ist derzeit noch gering. Konkrete Ergebnisse seien in 6-9 Monaten zu erwarten.

o Die Datensammlung soll daher kontinuierlich und erst zu einem späteren Zeitpunkt im Rahmen eines Benchmarks erfolgen.

o Neue Erkenntnisse sollen für alle Partnerkommunen in ForumZ ausschließlich im geschlossenen Bereich zugänglich sein. In diesem geschlossenen Bereich könnten dann auch exemplarisch Stellungnahmen zur Ablehnung der gewerblichen Sammlung eingestellt werden, an denen sich andere Partnerkommunen orientieren können. (Herr Geiger)

o Auch abfallrechtliche Aspekte sollen eingeschlossen werden, wie z.B. mit Anzeigen gewerblicher Sammlungen umgegangen werden soll. Bei Untersagung von gewerblicher Sammlung stellt sich die Frage, inwiefern kann es einem Unternehmen untersagt werden und einem anderen nicht? (Herr Morlok)

o Umgang mit widerrechtlicher Sammlung von Alttextilien und Altmetall: Ein Problem ist, dass die Polizei ggf. keinen Handlungsrahmen hat und oft nicht klar ist, ob ein Sammler von Alttextilien und Altmetall ein Gewerbe angemeldet hat oder nicht. (Herr Dirkes)

o In Baden-Württemberg gibt es eine Vollzugshilfe von der Höheren Abfallrechtsbehörde, die als Orientierungshilfe zur Verfügung gestellt werden kann. (Herr Bareth)

o Folgende Teilnehmer haben angekündigt, Beiträge für ForumZ zur Verfügung zu stellen: Herr Bareth, Herr Dirkes, Herr Geiger und Herr Morlok.

· In ForumZ wird hierfür ein neuer Bereich zum Austausch von Erfahrungen und weiteren Informationen, wie Dokumente, Leitfäden, Vordrucke resp. Formulare zu Anzeigen der gewerblichen Sammlung sowie weitere wissenswerte Unterlagen eingerichtet, beginnend mit den Themen Alttextilien resp. gewerbliche Sammlungen sowie Nichtverpackungskunststoffe. Dieser ist in Kürze verfügbar.

· Weitere Beiträge der Teilnehmer zum aktuellen Benchmark:

o Der Fachausschuss „Entsorgung“ des VKU hat eine Erhebung zur Verteilung von Wertstoffhöfen gemacht, die sich im Gegensatz zum ForumZ-Benchmark auf den norddeutschen Raum konzentriert. Es seien deutliche Unterschiede sichtbar, da die Verteilung von Wertstoffhöfen in Norddeutschland weniger dicht sei im Vergleich zum süddeutschen Raum. (Herr Hartwig)

o Es wäre interessant, zu überprüfen, wieviele Grüngutannahmestellen auf Wertstoffhöfen eingerichtet sind. Dabei müsse die Definition von Wertstoffhöfen berücksichtigt werden, da diese teilweise fest ausgebaut sind, teilweise aber nur aus einer Umzäunung bestehe. (Herr Hartwig)

o Zeitrahmen: Der aktuelle Benchmark soll im Oktober fertig gestellt und den Teilnehmern des Arbeitskreises für Rückmeldungen zur Verfügung gestellt werden. Ende November soll der abschließende Kennzahlenvergleich vorliegen.

TOP 5: Vorschau nächste Kennzahlenfelder

Folgende Benchmarks sind als nächstes geplant:

  • Abfallwirtschaftliche Gesamtkosten (Herbst 2012)
    Der Erhebungsbogen wird in seiner Struktur weitestgehend wie im Vorjahr beibehalten, um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten.
  • Gesundheitsmanagement (Frühjahr 2013)
    folgende Ergänzungen zum Entwurf des Kennzahlenfeldes werden angeregt:

o Fragen sollen auf solche beschränkt werden, die objektiv beantwortet werden können (Herr Nüske)

o Da sich viele Kommunen erst dem Thema Gesundheitsmanagement nähern, soll bei den Antwortmöglichkeiten zum zeitlichen Rahmen eine weitere Rubrik mit „in Planung, Umsetzung innerhalb der nächsten 2-3 Jahre“ eingefügt werden (Herr Hartwig)

o Haben bestimmte Maßnahmen bereits zu Veränderungen geführt? (Herr Hartwig)

o Inwiefern sind die Mitarbeiter in ihrem jeweiligen Arbeitsbereich mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet? (Herr Dirkes). Die Abfrage wird als zu detailliert erachtet, falls sie umfassend beantwortet und auf alle Arbeitsbereiche ausgelegt werden soll, daher Einigung darauf, dass allgemein nach der Bereitstellung technischer Hilfsmittel gefragt wird.

o Wie ist die hierarchische Struktur des Unternehmens aufgebaut? (Herr Bareth)

o Wie sind die Führungspositionen unter Frauen und Männern verteilt? (Herr Bareth)

o Der Bereich Minijobber sollte separat betrachtet werden, da viele schon mit körperlichen Beeinträchtigungen eingestellt werden, etwa 70% der Mitarbeiter auf den WSH sind Rentner (Herr Nüske)

o Krankheitsfälle sollten differenzierter betrachtet werden, z.B. nach Anteil Langzeitkranke – kurzfristig Kranke, bzw. handelt es sich um einen Dienstunfall? (Herr Nüske)

o Für die Auswertung sollte ein 2-Stufen-System angewendet werden: (Herr Hartwig)
(1) harte Zahlen
(2) weiche Faktoren – ein Kriterium kann positive oder negative Auswirkungen haben

o Herr Dirkes bietet an, zwei Erhebungsbögen für Fragenmuster zur Verfügung zu stellen

  • Sammlung von Alttextilien und –schuhen (2013)
    Vor der Erhebung des Themas und Auswertung in einem Benchmark sind vorab Informationen der Kommunen einzuholen, da die Praxis von gewerblicher und kommunaler Seite derzeit sehr unterschiedlich gehandhabt wird.
  • Sammlung von Nichtverpackungskunststoffen (noch nicht terminiert)
    Vorgehensweise analog zu Alttextilien

TOP 6: Vorträge zur Thematik Bio- und Grünabfälle zu erneuerbaren Energien

  • Bioabfallvergärung im Landkreis Miesbach, Herr Hartwig
    >> zur Präsentation
  • Biomasseheizkraftwerk in Landshut, Herr Geiger
    >> zur Präsentation

    Blattgold; Laubverwertung in Ibbenbüren
    , Herr Dirkes
    Bisher wurden jährlich 500 Mg Laub der 28.000 Stadtbäume für 40.000 EUR/Jahr entsorgt. Zusammen mit einem Ingenieurbüro hat Herr Dirkes ein Verfahren entwickelt, um das Laub energetisch sinnvoll zu verwerten: In einem mobilen Schubwendetrockner wird den Blättern das Wasser bis auf eine Restfeuchte von 15-18% entzogen, sodass kein Abwasser anfällt. An den Blättern haftender Sand rieselt durch Löcher aus der Bandstraße, die unter Stahlschuppen verdeckt liegen. Direkt im Anschluss an die Trocknung gelangt das Laub in eine mobile Brikettierpresse, die Presslinge von 6 cm Durchmesser und 5-10 cm Höhe formt. Diese können umgehend verheizt werden. Pro Kilogramm Briketts entstehen 5 kWh Wärme. 10% der Wärme werden für Trocknung, Brikettierung und Gebläse genutzt, sodass das System nur zu Beginn eine externe Wärmezufuhr benötigt, bis der Prozess in Gang gesetzt wurde und mit den produzierten Briketts selbst betrieben werden kann. Mit der gesamten Laubmasse der Stadt Ibbenbühren können insgesamt rund 2.500 MWh produziert werden. Diese könnten künftig kommunale Einrichtungen beheizen oder zusätzlich mit elektrischer Energie versorgen, da ein zwischengeschalteter ORC-Wärmetauscher die Restabwärme in Strom umwandeln kann. Die beim Brennvorgang entstehende Rostasche entspricht ca. 5-6% der zugeführten Biomasse und ist reich an Kalium, Calcium und Magnesium und weist einen hohen pH-Wert vor, sodass sie als lokal produzierter Dünger eingesetzt werden kann.

  • Grünabfallkonzept im Landkreis Aschaffenburg, Herr Morlok
    >> zur Präsentation

TOP 7: Neue Entwicklungen rund ums Wertstoffgesetz

Herr Hartwig fasst die aktuellen Entwicklungen zum geplanten Wertstoffgesetz wie folgt zusammen:

„Der Erlass eines Wertstoffgesetzes noch in dieser Legislaturperiode ist sehr unwahrscheinlich geworden, weil die Zeit für eine Kompromissfindung und die Lösung der zahlreichen offenen Fragen nicht ausreichen wird. Aus kommunaler Sicht ist diese Verzögerung und sogar ein Scheitern des Projekts wenig problematisch. Allerdings wird sich dann in der häufig unbefriedigenden Zusammenarbeit mit den dualen Systemen bis auf weiteres keine Verbesserung ergeben.“

TOP 8: Neues auf http://forumz.de/

Herr Bauer stellt die aktuellen Entwicklungen in ForumZ vor.

· Cafe Forum

Im Cafe Forum sind nun alle Antworten zu einem Thema nach Anklicken des Startbeitrags sichtbar, sodass nicht jede Antwort einzeln angeklickt werden muss. Außerdem werden das Datum einer Anfrage sowie des letzten Beitrages sofort angezeigt. Ist in der Übersicht des Cafes ein Datum rot markiert, bedeutet dies, dass der Beitrag innerhalb der letzten zehn Tage hinzugefügt wurde. Als weitere Neuigkeit werden fortan die Fotos derjenigen angezeigt, die eine Anfrage stellen oder einen Beitrag dazu leisten.

· Verkauf von Benchmarks
Die bisherige Möglichkeit, Benchmarks nach Ablauf eines halben Jahres Dritten gegen Entgelt anzubieten, wird nicht mehr fortgeführt. Die Benchmarks werden künftig ausschließlich kostenfrei und nur im internen Bereich von ForumZ den Partnerkommunen zur Verfügung gestellt.

· Markterkundung
Von den Teilnehmern des Arbeitskreises liegen Ausschreibungsergebnisse zu diversen Leistungen vor, die im Bereich Markterkundung anonymisiert bereitgestellt werden.

TOP 9: Besichtigung der Vergärungsanlage der VIVO KU

Die Teilnehmer des Arbeitskreises werden von Herrn Klaus Rohm vor Ort über die Funktionsweise und die technischen Details der neuen Vergärungsanlage der VIVO KU informiert.

 




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Das 15. Arbeitskreistreffen findet am 25. April 2017 statt.


 


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