Donnerstag, 17.08.2017
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Langfristige Regeln für die Entsorgung HBCD-haltiger Abfälle

Das Bundeskabinett hat eine Verordnung beschlossen, die den Umgang mit Abfällen regelt, die persistente organische Schadstoffe (POP) enthalten. Das betrifft zurzeit vor allem Dämmplatten mit dem Flammschutzmittel HBCD, einem bekannten POP. >>> mehr

Fachbeiträge

Nahrungs- und Küchenabfälle – Potenziale, Nutzung und Auswirkungen auf die Prozesskette Biogutverwertung (Forschungsvorhaben Bio-OPTI)
Im Forschungsvorhaben Bio-OPTI wurden Optimierungsansätze zur Getrennterfassung von Nahrungs- und Küchenabfällen (NuK) privater Haushalte sowie zu deren Verwertung in integrierten Vergärungs- und Kompostierungsanlagen entwickelt. Das Gesamtpotenzial von NuK in Deutschland wurde auf rund 80 kg/E*a geschätzt, von denen lediglich 20 % bereits über die Biotonne erfasst werden. Daneben wurde die Erfassung von NuK in privaten Haushalten und durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) umfangreich dokumentiert und analysiert.



Stoffstromlenkungsmöglichkeiten über die Satzungsgestaltung
Die haushaltsnahe Stoffstromlenkung muss als eines der Kernelemente bei der Gestaltung kreislaufwirtschaftsrechtlicher Satzungen verstanden werden. Die ökologischen und ökonomischen Effekte, die sich dabei erzielen lassen, sind mitunter enorm. Doch nicht jedes satzungsrechtliche Instrument zur Regulierung von Abfallstoffströmen eignet sich für jeden öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger gleichermaßen. Die verschiedenen kommunalpolitischen Erwägungen und regional unterschiedlichen Grundlagen erfordern ein Abwägen im Hinblick darauf, welche Steine aus dem Baukasten zur satzungsrechtlichen Stoffstromlenkung sinnvoll eingesetzt werden können.

Anforderung der aktuellen Rechtsprechung an die Satzungsgestaltung sowie ordnungsrechtliche Möglichkeiten zur Sicherstellung der Wertstoffqualität
Das Abfallrecht hält auf verschiedenen Ebenen Möglichkeiten bereit, um eine gewisse Wertstoffqualität zu sichern. Von entscheidender Bedeutung sind die Getrennthaltungsanforderungen sowohl im KrWG als auch in den jeweiligen Landesgesetzen. Diese ermöglichen es den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern, in ihren Satzungen konkretisierte Anforderungen an die Abfalltrennung und damit an die Einhaltung von Qualitätsstandards zu setzen. Flankiert werden diese Instrumente durch die Möglichkeit, bei Verstößen erhöhte Gebühren zu erheben. Ergänzend können auch Bußgelder verhängt werden, wobei es im Sinne einer positiven Akzeptanz sicherlich wenig zielführend sein dürfte, eine Wertstoffqualität durch Bußgelder erreichen zu wollen.

BiogutRADAR – Bonitierung von Biotonnen zur Prognose von Fremdstoffgehalten im Biogut
Biotonnen werden vor der regulären Abfuhr hinsichtlich enthaltener Fremdstoffe begutachtet und bewertet (bonitiert). Durch die ergänzende Sortierung der bonitierten Stichprobeneinheiten ist es möglich, für jeden bonitieren Wert auch einen realen Fremdstoffgehalt zu ermitteln. Der Fremdstoffgehalt variiert erheblich in Abhängigkeit von Siedlungs- und Bebauungsstruktur sowie der dominierenden Biogutfraktion (garten- oder küchenstämmige Bioabfälle). Durch die Korrelation von bonitierten Werten mit den Sortierergebnissen wurde ein Prognosemodell erarbeitet, das die erwarteten Fremdstoffgehalte in Erfassungsgebieten relativ genau prognostizieren kann. Das BiogutRADAR ist somit ein wirksames Instrument zur Bewertung und Prognose von Fremdstoffgehalten im Biogut.

Grün-OPTI: Ist die Erfassung von Grüngut in Deutschland schon optimal?
Seit 01.01.2015 besteht die Pflicht zur getrennten Erfassung überlassungsfähiger Bioabfälle, die in der öffentlichen Diskussion häufig mit dem Angebot einer Biotonne gleichgesetzt wird. Gartenabfall kann in großen Mengen sowie bei großer Stückgröße jedoch häufig nicht über die Biotonne entsorgt werden. Dies ist, insbesondere wenn das gesammelte Biogut in einer Vergärungsanlage behandelt wird, auch erwünscht. Daher sollte der getrennten Erfassung von Grüngut, auch im Hinblick auf eine optimierte Verwertung unter Abtrennung der holzigen Bestandteile zur Verbrennung und Nutzung der krautigen Bestandteile als Strukturmaterial für eine Kompostierung, eine ebenso große Bedeutung wie der Biotonne zukommen, was jedoch nicht überall der Fall ist.


5.9.2017, Stadthalle Hofheim/Ts.
Abfallvermeidung – Handlungsoptionen und Potenziale für Kommunen 

Das Seminar gibt einen Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die Impulse des Abfallvermeidungsprogramms für die Umsetzung von Abfallvermeidungsmaßnahmen auf kommunaler Ebene. Dabei werden anhand von Beispielen die Möglichkeiten zur Stärkung und Förderung der Abfallvermeidung durch Kommunen erläutert sowie Chancen und Kostensenkungspotenziale beleuchtet. Auch die Entwicklungen im Bereich des Monitorings, um Abfallvermeidungspotenziale und -erfolge öffentlichkeitswirksam sichtbar zu machen, werden vorgestellt. Abfallvermeidung hat angesichts knapper werdender Ressourcen weiterhin höchste Priorität. Hier wird ein Ausblick auf neue Anforderungen, die derzeit in der Pipeline sind, gegeben.

 

Logo6.9.2017, Cottbus
Jahresfachtagung der Landesgruppe Ost des VKU e.V. Abfallwirtschaft und Stadtreinigung VKS 

Der Landesgruppenvorstand erstellt zurzeit das Programm. Haben Sie Wünsche, Themenvorschläge oder Anregungen zum Tagungsprogramm, schicken Sie uns bitte eine kurze Email.

 

Logo14.9.2017, Radisson Blu Hotel, Bremen
„Kommunale Zukunft!?“ 

Im Namen des Vorstands der VKU-Landesgruppe Küstenländer laden wir Sie zu unserer diesjährigen
Fachtagung nach Bremen ein – eine Stadt, für die wir unser diesjähriges Motto „Kommunale Zukunft!?“ passend gewählt haben. In der Hansestadt findet aktuell eine umfangreiche Neuorganisation der öffentlichen Kreislauf- und Abfallwirtschaft statt, über die detailliert zu Beginn der Tagung von den verantwortlichen Personen berichtet wird.

 

News 

WTERT startet Decision Support System
Seit dem 01. August 2017 ist es soweit: Das wissenschaftsnahe Netzwerk um „Waste to Energy“ Technologien geht online. Im Auftrag des Global WTERT Council, New York bündelt die WtERT Germany GmbH das Wissen und den Erfahrungsschatz aller internationalen Organisationen des WTERT Netzwerkes.
bvse mit umfassendem Informations-, Schulungs- und Beratungsangebot zur neuen Gewerbeabfallverordnung
Die Gewerbeabfallverordnung, die seit dem 1. August in Kraft ist, macht kleinen und mittelständischen Unternehmen, nach Einschätzung des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung, das Leben nicht leichter.
Lizenzmengenschwund ist besorgniserregend
In einer Stellungnahme bedauert der bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V., dass es die dualen Systeme nicht schaffen, bis zum Inkrafttreten des Verpackungsgesetzes eine verlässliche Basis für Hersteller, Inverkehrbringer, Entsorgungs- und Recyclingunternehmen sowie letztlich für die Verbraucherinnen und Verbraucher zu schaffen.

 

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