Dienstag, 28.03.2017
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Magazin


Nr. 1 - März 2017


Editorial: Blackout
Martin Boeckh
Wer heute in einer der gängigen Internetsuchmaschinen den Begriff „Blackout“ eingibt, wird viele Einträge mit ganz unterschiedlichen Bedeutungen finden. Einer davon führt zu einem empfehlenswerten Thriller von Marc Elsberg, der vor einigen Jahren die Bestsellerlisten anführte. Ein wahrhaft packendes Werk, das für alle zur Pflichtlektüre wurde, die es mit dem Thema Energie zu tun haben. Höchst spannend und beklemmend werden die Folgen eines elektrischen Blackouts beschrieben, der in Folge eines Terrorangriffs auf die Elektronik von Smart Metern die Stromversorgung des europäischen Kontinents zusammenbrechen lässt.
Verstopfungsgefahr gebannt: Störungsfreier Betrieb wichtiger als niedrige Energiekosten
Michael Becker
Nachdem der Siegeszug der Papiertaschentücher und der Einweghaushaltstücher vor 30 Jahren zu einem enormen Anstieg des Zellstoffverbrauches und des Müllaufkommens geführt hat, gibt es im Bereich der Körperhygiene einen ähnlich starken Trend hin zu Einweg-Feuchttüchern. Letztere landen aber im Gegensatz zu Papiertüchern für die Nase und die Küche nicht im Hausmüll sondern im Abwasser. Und dort sorgen sie für jede Menge Probleme.
Im Sog der ‚Krake’: Die Abwasserentsorgung mittels Unterdruck bietet viele Vorteile
Dr. Martin Mühleisen
Die Entsorgung von Abwasser ist mitunter problematisch. Topografische Gegebenheiten wie ebenes Gelände ohne Gefälle, Wasserschutz- oder Überschwemmungsgebiete sowie demografische Aspekte können den Bau und Betrieb eines Abwasserentsorgungssystems erschweren. Die Ableitung von Abwasser durch ein Vakuumsystem ist eine Alternative zu einem technisch aufwändigen Freigefällesystem. Darüber hinaus kann die Etablierung eines Vakuumsystems eine kostenintensive Kanalsanierung ersetzen.
Alles ziemlich diffus: Anthropogene Spurenstoffe im Abwasser sind nur ungenügend erforscht
Prof. Dr. Wolfgang Firk
Der Begriff ‚Vierte Reinigungsstufe’ hat sich im abwassertechnischen Sprachgebrauch etabliert. Damit werden Klärprozesse bezeichnet, die weitergehende Abwasserreinigungen hinsichtlich anthropogener Spurenstoffe darstellen. Erst durch die in den letzten Jahren erreichte deutliche Verbesserung der chemischen Analytik sind die Konzentrationen dieser Stoffe im Wasserkreislauf exakt quantifizierbar geworden.
Plattform zum Wissens- und Technologietransfer: Das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg
Dr.-Ing. Steffen Metzger
Vor dem Hintergrund zunehmender Bestrebungen, organische Spurenstoffe aus dem Ablauf kommunaler Kläranlagen zu eliminieren, wurden in den vergangenen Jahren halbtechnische Untersuchungen in Baden-Württemberg durchgeführt. Grundlage hierfür bildeten die Erfahrungen von drei Kläranlagen, welche bereits seit den 1990er-Jahren des letzten Jahrhunderts Pulveraktivkohle zur Entfärbung des Abwassers einsetzen.
Einmal Inspektion bitte: Rundum-Service für Fett- und Leichtflüssigkeitsabscheider schützt Gewässer
Klaus W. König
Die Wartung und Inspektion von Abscheidern ist für die Betreiber eine lästige Pflicht. Allerdings können sie diese Aufgabe an einen erfahrenen Dienstleister delegieren. Am sichersten ist es, diese Dienstleistung an den Hersteller der Anlage selbst zu übertragen.
Mikroorganismen im Grenzbereich: Bei der Abwasserreinigung mittels ‚Biofilm-Carrier’ kommt es auf die optimale Geometrie an
Dr.-Ing. Markus Geiger, Bernd Rauch
Die Erforschung der Biofilmtechnologie in Kombination mit der optimierten Anwendung der Kunststofftechnik, der verfahrenstechnischen Anwendung bis hin zur Auswertung der Betriebsergebnisse aus Langzeitanwendungen in Großanlagen hat zur Entwicklung hochleistungsfähiger ‚Biofilm-Carrier’ geführt, wie man die Aufwuchskörper nennt. Diese kommen vor allem in der Abwasserreinigung vermehrt zum Einsatz. Für eine optimale Reinigungsleistung ist nicht nur die Oberfläche der Carrier ausschlaggebend, sondern in erster Linie eine optimale Trägergeometrie.
Pumpen im Tandem: Reihenschaltung verdoppelt die Förderleistung
Dipl. BW Björn Hoffmann
Ist am Bau die maximale Förderleistung der eingesetzten Schmutzwasserpumpe erreicht, oder liegt die Grube tiefer, oder ist das Wasseraufkommen gar unerwartet hoch, kann es auf der Baustelle schnell zu einem Stau kommen. Für solche Fälle bietet sich eine Reihenschaltung von Pumpen an. Werden zwei Pumpen direkt hintereinander betrieben, verdoppelt sich in etwa die erzielbare Leistung.
Tiefe Einblicke: 20 Prozent aller Kanalhaltungen sind sanierungsbedürftig
Dr. Martin Mühleisen
Rund ein Fünftel aller Kanalisationshaltungen in Deutschland weist nach Angaben der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) Schäden auf, die kurz- bis mittelfristig zu sanieren sind.
Schluss mit feuchten Zöpfen: Kläranlagen leiden unter Feuchttüchern im Abwasser
Dr. Ulla Reutner
Die Benutzung von Feuchttüchern wird immer beliebter. Doch in der Kläranlage machen diese Hygieneartikel enorme Probleme. Ein dicker Strick aus verzopften Tüchern legt selbst die stärkste Abwasserpumpe lahm. Xylem Water Solutions hat ein Mittel dagegen. Abstreifer sollen eine Blockierung der Pumpen verhindern.
Dem Röntgenauge entgeht nichts: Kontaminationen in Armaturen rasch erkennen
Jin-Joo Kim
Mit Hilfe eines Röntgenfluoreszenz (RFA)-Handgeräts lässt sich die Metallzusammensetzung von Metallarmaturen und -leitungen analysieren und somit rasch die Quelle von Bleikontaminationen ermitteln.
Biologische Vielfalt dank Hightech: Bewässerungsprojekt wird mit modernster Steuer- und Regelungstechnik überwacht
Nadine Reinfelder
Unter Federführung des Naturschutzbund Deutschland (NABU) wird seit Oktober 2013 das Gesamtprojekt ‚Lebensraum Oberrhein – Naturvielfalt von nass bis trocken’ durchgeführt. Ein ausgefeiltes Steuer- und Regelsystem zur Wasserversorgung ist dabei das entscheidende Bindeglied zwischen Natur und Technik.
„Wir müssen Europa-strategisch denken!“: Rückblick auf die Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz 2017
Martin Boeckh
Als Elisabeth Thomé-Kozmiensky die diesjährige Berliner Abfallwirtschafts- und Energiekonferenz eröffnete, musste sie dabei den Verlust des Begründers der Veranstaltung, ihren Vater Dr.-Ing. Dr. h.c. Karl J. Thomé-Kozmiensky vermelden, der unlängst nach längerer Krankheit verstorben war.
Akzente an der Adria: Rückblick auf die Ecomondo 2016 in Rimini
Martin Boeckh
Zwanzig Jahre Ecomondo, zwanzig Jahre Zukunft. So optimistisch formulierten es die italienischen Messeveranstalter in ihrem Abschlussbericht zur Ecomondo 2016.
Neues rund ums Nass: Vorschau auf die Wasser Berlin International 2017
Daniela Gäbel
In Berlin geben sich vom 28. bis 31. März die Wasserexperten aus aller Welt ein Stelldichein. Rund 700 Aussteller aus mehr als 30 Ländern präsentieren dort ihre Produkte und Neuheiten zum Thema Wasser. Herzstück ist der Kongress, auf dem Fachleute über aktuelle Aspekte rund ums Wasser diskutieren. Ein Schwerpunkt auf der Messe ist die Ressourceneffizienz bei der Abwasserbehandlung.
Recycling & Energie: Leipziger Messen mit neuem Profil
Martin Boeckh
Die Leipziger ‚terratec’ schärft gegenüber ihren früheren Messeauftritten ihr Profil und geht nun als ‚Fachmesse für Entsorgung, Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft’ vom 5. bis 7. April 2017 an den Start.
Digitalisierung Industrie 4.0: Vorschau auf die Maintenance 2017
Susanne Kromer
Wenn am 29. und 30. März 2017 die Leitmesse für industrielle Instandhaltung ‚Maintenance’ in Dortmund stattfindet, steht alles unter dem Motto Digitalisierung Industrie 4.0.
Digitales ‚Großreinemachen’: Die Stadtreinigung Hamburg führte ein elektronisches Zeiterfassungssystem ein
Jaqueline Schoof
Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran, und sie macht auch vor der Abfallwirtschaft nicht halt: Hamburgs größter Dienstleister im Bereich Abfall- und Ressourcenwirtschaft, die Stadtreinigung Hamburg (SRH), rüstete auf ein SAP-Zeitwirtschaftssystem um. Auch die Personaleinsatzplanung wurde digitalisiert, und zudem wurden alle Mitarbeiter in ein ESS- bzw. MSS-System eingebunden.
Die Roboter kommen: Industrieservice nutzt die automatisierte Hochdrucklanze
Bodo Skaletz, Adrian Bernard, Jörg Mueller
Wasser hat eine gewaltige elementare Kraft. Diese wird bei industriellen Reinigungsprozessen hoch wirksam eingesetzt. Doch Drücke von mehr als 3000 bar bergen ein hohes Verletzungsrisiko bei manuellen Arbeiten. Seit einigen Jahren arbeitet ein Industriedienstleister mit automatischen Geräten, die hauptsächlich für die Innenreinigung von Wärmetauschern eingesetzt werden. Davon profitiert nicht nur die Reinigungsleistung sondern vor allem die Gesundheit des Personals.
Neue Konzepte sind gefordert: Auch kleine Klärschlammverbrennungsanlagen sind wettbewerbsfähig
Jörn Franck, Heiko Peters
Traditionell wird ein Großteil des Klärschlamms aus der kommunalen Abwasserbehandlung in der Landwirtschaft ausgebracht und damit einfach aber wenig umweltgerecht entsorgt. Doch die Zeichen der Zeit stehen auf Klärschlammverbrennung. Aufgrund der dezentralen Struktur der Abwasserbehandlung können auch kleine Verbrennungsanlagen einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten, wie ein Beispiel auf der Ostseeinsel Rügen zeigt.
Kapazität für mehr Stabilität: Gebrauchte Elektrofahrzeug-Batterien glätten Schwankungen im Stromnetz
Martin Boeckh
Der größte 2nd-Use-Batteriespeicher der Welt ging ans Netz. Nach knapp einjähriger Bauphase ist das 13 MWh-Projekt nahezu vollendet: Insgesamt 1000 Batteriesysteme aus ‚smart fortwo electric drive’-Fahrzeugen der zweiten Generation wurden im westfälischen Lünen zu einem stationären Batteriespeicher gebündelt. Ein Recyclingprojekt der besonderen Art.
Recycling in der Zelle: Haushalts-Akkus enthalten Bestandteile aus Hybridfahrzeug-Batterien
Martin Boeckh
Nach der Markteinführung der Energizer EcoAdvanced im Jahre 2015 hat das Unternehmen Energizer, Hersteller von Batterien, Akkus und Taschenlampen, Mitte letzten Jahres die nächste Neuheit vorgestellt: AA- und AAA-Akkus, die ebenfalls zu vier Prozent aus recycelten Batterien hergestellt sind.
Die Balance fehlt: Das Recycling von Elektro- und Elektronikaltgeräten wird schwieriger
Gerhard Jokic
Der Elektrorecyclingmarkt befindet sich in einem Spannungsfeld kontinuierlich steigender Qualitätsanforderungen bei derzeit sehr volatilen Rohstoffpreisen mit einem hohen Anteil bilateral vereinbarter Fixpreise. Des Weiteren führt der Mengenschwund zu gesetzlich steigenden Anforderungen hinsichtlich der Sammelziele, und die Elektronikbranche konfrontiert die Recyclingbranche permanent mit neuen Materialien. Das Geschäft wird schwieriger.
Ohne Sondergenehmigung: Kompaktsiebanlage passt für 40-Fuß-Container
Rüdiger Christophel
Wer würde nicht gerne mit einer Kompaktsiebanlage umziehen, wie mit dem eigenen Wohnwagen? Einfach losfahren, wenn der Einsatz ruft. Ohne Sondertransporte, Polizeibegleitung, Vorschriften, Genehmigungen und teuren Fremdspediteure.
Gummipulver im μ-Bereich: Feinmahlverfahren für Altreifen entwickelt
Markus Dörr
Mehr als 30 Prozent der über drei Mio. Tonnen Altreifen und Altgummi, die in Europa jährlich anfallen, werden mittlerweile stofflich wiederverwertet. Die Pallmann Maschinenfabrik aus Zweibrücken hat zur Zerkleinerung des Altmaterials den Turbofiner ‚Lynx’, Typ PLMW entwickelt.
Mit enormer Zerkleinerungskraft: Einwellenzerkleinerer optimieren die Aufbereitung von Ersatzbrennstoff
Veneta Buchegger
Polaris 2200 und 2800 sind zwei neue Einwellenzerkleinerer von Lindner, die für das kosteneffiziente Schreddern von nicht vorbehandeltem Haus-, Industrie- und Gewerbemüll in nur einer Stufe optimiert sind.
Vielleicht gefährlich:
Martin Boeckh
Aufgrund der aktuellen Abfallproblematik um das in Dämmstoffen möglicherweise enthaltene Flammschutzmittel HBCD hat die Spectro Analytical Instruments GmbH die Analysemethode des Fraunhofer-Instituts einem Praxistest unterzogen und zehn Polystyrolproben mithilfe der ED-RFA-Spektrometrie erfolgreich analysiert.
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