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Deponieseminar 2008 – Aktuelles und Erfahrungen aus der Praxis

Fachtagung am 25. September 2008


Aktuelle Deponiesituation in Bayern und neue rechtliche Regelungen. Was bewirkt der 15.07.2009?
Karl Drexler
Neben der aktuellen Deponiesituation, die ja immer unterschiedlich diskutiert wird: Haben wir ausreichendes Deponievolumen oder brauchen wir neue Deponien, soll es auch um neue rechtliche Regelungen gehen. Im Hauptfokus steht ja die Deponievereinfachungsverordnung – die Nachfolgerin der integrierten Deponieverordnung. Eine spannende Frage ist auch, was der 15.7.2009 bewirkt. Bereits 2005 und 2007 waren gewisse Einschnitte und nun ein neues Datum, das Änderungen bringen wird.
Vergleich der Wirksamkeit unterschiedlicher Deponieoberflächenabdichtungssysteme aus der Überwachungspraxis
Jürgen Kohl, Manja Janik, Sabine Raspe
Im Jahr 2005 wurden nahezu zeitgleich auf drei Deponien in Franken Oberflächenabdichtungssysteme mit jeweils unterschiedlichen Dichtungselementen hergestellt. Nach Vorliegen der Überwachungsdaten 2006 und 2007 wird die Wirksamkeit der Systeme einem ersten Vergleich hinsichtlich der Sickerwasserminimierung unterzogen, da die Rahmenbedingungen wie Klima/Niederschläge, Systemaufbau der Oberflächendichtung und Geometrie des Deponiekörpers ungeachtet der Unterschiede bei den Basisdichtungen und den abgelagerten Abfällen ähnlich sind.
Oberflächenabdichtungskomponente Trisoplast® - Praxiserfahrungen eines Fremdüberwachers
Dipl.-Ing Christian Posch
Trisoplast® ist ein modifiziertes mineralisches Abdichtungsmaterial, das u. a. im Deponiebau in Bayern seit ca. 5 Jahren immer häufiger zum Einsatz kommt. Das Material besteht aus einer Mischung aus Sand, Bentonit und Polymer und ist durch ein Patent geschützt. Durch diese spezielle Mischung unterscheidet es sich von den üblicherweise in Bayern verwendeten mineralischen Dichtungsmaterialien (z.B. Ton, Bentokies). Auf Grund der relativ kurzen Einsatzzeit in Bayern ist davon auszugehen, dass das Produkt evtl. von Namen schon bekannt ist, jedoch Detailkenntnisse zum Material und Erfahrungswerte insbesondere zum Einbau und zur Qualitätssicherung noch nicht soweit verbreitet sind.
Deponiegasverwertung mit Mikrogasturbinen
Johann Roth
Nach Beendigung der Ablagerung von organischen Abfällen auf Deponien verändert sich auf ihnen die Deponiegassituation hinsichtlich produzierter und erfassbarer Deponiegasmenge so wie der Gasqualität entscheidend. Aufgabe des Deponiebetreibers ist es dann, trotz dieser erschwerten Situation, die Anforderung an eine schadlose, den Sicherheitsanforderungen entsprechende und das Klima schonende Entgasungstechnik möglichst optimal zu erfüllen. Diese Aufgabe ist zu erfüllen unter Einbeziehung aller Aspekte einer nachhaltigen Entgasung der Deponie. Hierzu gehören die Optimierung der Gasproduktionssituation in der Deponie und der Gaserfassung so wie der Einsatz von der Schwachgassituation angepasster Entsorgungs- und Verwertungstechniken. Entwicklungen in den letzten Jahren machen hierfür angepasste Techniken verfügbar.
Deponieschwachgasbehandlung mit dem Kohlenwasserstoff- Converter LAMBDA-CHC
Hans Eschey
Im Zusammenhang mit den Fragestellungen der Deponienachsorge werden zurzeit zwei wesentlich voneinander abweichende Strategien diskutiert. Die eine Strategie verfolgt die Einkapselung der Ablagerung und damit die (möglicherweise nur mittelfristige) Unterbrechung der Emissionspfade für Gas und Wasser in die Umwelt. Die andere beinhaltet aktive Deponienachsorgemaßnahmen, die eine möglichst weitreichende Stabilisierung der Ablagerung und damit verbunden eine erhebliche Verringerung des langfristigen Gefährdungspotentials zur Folge haben sollen.
FID-Begehungen auf Deponien – Anforderungen nach der VDI-Richtlinie 3860 Bl. 3E –
Dipl.-Ing. Wolfgang Schreier
Deponiebegehungen mit einem tragbaren Flammenionisationsdetektor(FID) werden bereits seit vielen Jahren zum Nachweis von Gasaustritten an der Deponieoberfläche durchgeführt. Bisher gibt es bei diesen üblicherweise als „FID- Messung“ oder „FID- Begehung“ bezeichneten Untersuchungen keine einheitliche Vorgehensweise zur Messdurchführung. Dies führte in der Vergangenheit dazu, dass Messungen auf sehr unterschiedlichen Qualitätsniveaus erfolgten. Eine Vergleichbarkeit der Messergebnisse unterschiedlicher Institute an gleichen Deponien sowie von Messungen an verschiedenen Deponien war daher kaum möglich.
Beurteilung von Grundwasserbelastungen im Umfeld von Deponien – Fallbeispiele aus der Gutachterpraxis
Dr. Wolf Ulrich Henken-Mellies
Deponien sollen so geplant, errichtet und betrieben werden, dass durch die Wirkung mehrerer unabhängiger Barrieren die Freisetzung und Ausbreitung von Schadstoffen nach dem Stand der Technik verhindert wird (TASi Nr. 10.1). Dennoch kommt es immer wieder vor, dass im Umfeld von Deponien – und insbesondere im Umfeld von Altablagerungen – Grundwasserbelastungen festgestellt werden.
Deponie „An der Haldenstraße“, Marktredwitz; Detailerkundung und Sanierungskonzept
Dr. rer.nat. Karl-Gerhard Pedall
Die Stadt Marktredwitz, Lkr. Wunsiedel i. Fichtelgeb. betrieb zwischen 1962 und Mitte 1977 die Hausmülldeponie „An der Haldenstraße“ am Nordrand der Stadt. Abgelagert wurden in diesem Zeitraum überwiegend gemischte Siedlungsabfälle der Stadt und des Landkreises Wunsiedel, Gewerbeund Industrieabfälle, Sperrmüll und erhebliche Mengenanteile von Bauschutt und Erdreich als Zwischenabdeckungen.
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