Sonntag, 28.05.2017
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Fachbeiträge

Wissen aus Fachzeitschriften und Tagungsbänden, digital nach einzelnen Themen aufbereitet und online recherchierbar.
 
Die Rubriken erleichtern den fachlichen Zugang.

Stand und Perspektiven der Abfallvermeidung in Deutschland und Europa
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Abfallvermeidung als oberste Priorität der Abfallhierarchie hat in den letzten Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. In Deutschland ist spätestens 2019 das Abfallvermeidungsprogramm zu evaluieren und fortzuschreiben. Vor diesem Hintergrund werden hier Ergebnisse einer Analyse von Abfallvermeidungsprogrammen in den OECD-Mitgliedsstaaten dargestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass eine Vielzahl von Ansätzen existiert, es aber häufig noch an verlässlichen Zahlen zur Wirksamkeit und damit an Grundlagen für eine erfolgreiche Priorisierung mangelt. Zentrale Herausforderung wird zudem die konsequente Verankerung der Abfallvermeidung als politisches Querschnittsthema sein, über die alleinige Zuständigkeit der Abfallresorts hinaus.

Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft auf nationaler und europäischer Ebene aus Sicht des Bundesumweltministeriums
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Am Ende der Legislaturperiode schauen wir auf das Erreichte zurück – und ich denke, das kann sich sehen lassen. Wir haben die Kreislaufwirtschaft wieder ein Stück weiterentwickeln können. Allerdings gehen die Diskussionen auf nationaler Ebene ebenso weiter, wie im europäischen Konzert. Denn gerade international gibt es noch einen riesigen Bedarf an modernen Umwelttechnologien und im Hinblick auf die knapper werdenden Ressourcen – und Rohstoffe sind dabei nur ein Aspekt – drängt die Zeit. Aber auch auf deutscher Ebene gibt es weiterhin Entwicklungsnotwendigkeiten, wenn wir an bestimmte Abfallmaterialien oder auch die Abstimmung zwischen privater und öffentlicher Abfallwirtschaft denken.

Stand und Perspektiven des europäischen Abfallverbrennungsmarktes aus Betreibersicht
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
In Deutschland sind derzeit insgesamt 68 klassische Hausmüllverbrennungsanlagen in Betrieb. Sie verfügen über eine Verbrennungskapazität von rund 20 Mio. Tonnen Abfall pro Jahr. Weitere 30 Anlagen sind sogenannte Ersatzbrennstoff-Kraftwerke. Diese Anlagen können etwa 5 Mio. Tonnen EBS pro Jahr verbrennen. Zusammen bilden diese Anlagen den Markt für die thermische Abfallverwertung in Deutschland. Dieser Markt ist derzeit ausgelastet. Dass es durchaus vielschichtige Faktoren sind, die diesen Markt beeinflussen, soll, ohne dabei den Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben, im Folgenden aus Sicht der EEW Energy from Waste GmbH – Deutschlands führendem Unternehmen auf dem Gebiet thermischer Abfallverwertungsanlagen – erläutert werden.

Praxiserfahrungen beim Einsatz von biologisch abbaubaren Bioabfallsammelbeuteln
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Verwendung von Biogutsammelbeuteln aus biologisch abbaubaren Werkstoffen (BAW-Beutel1) in Privathaushalten wird von vielen öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern (örE) und Anlagenbetreibern sehr kontrovers diskutiert. In einem Praxisversuch wurde daher das Abbauverhalten von BAW-Beuteln in der gesamten Prozesskette von vier verschiedenen Biogutvergärungsanlagen in Deutschland untersucht. Hierbei handelt es sich um je zwei diskontinuierliche Batchverfahren sowie um zwei Pfropfenstromverfahren. Bei jeder Anlage wurden die anlagenspezifische Aufbereitung sowie die spezifische Aerobisierung/Intensivrotte und Nachrotte berücksichtigt. Am Ende der Nachrotte und der anlagenüblichen Behandlungsdauer konnte bei keiner der Anlagen mehr BAW-Material in den Stichproben nachgewiesen werden, sodass das Material vollständig abgebaut war.

Erfahrungen mit der Verwiegung von Abfällen in der Stadt Chemnitz
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
In der Stadt Chemnitz werden seit dem 01. Januar 1992 durch den Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) Rest- als auch Bioabfälle verwogen. Einen Gebührenabschlag bei Papier, Pappe und Kartonagen (PPK) gibt es für die Chemnitzer Haushalte ab dem 01. Februar 2009. Das Verwiegen der Abfälle erfolgt innerhalb eines vorgegebenen Zeitfensters beim Behälterheben und -senken über eine oder mehrere selbsttätige Waagen (SWE) der Genauigkeitsklasse Y (b) bzw. IIII. Dabei handelt es sich um Grobwaagen. Für die Ermittlung der Abfallmasse ist neben der Teilung auch noch der Verkehrsfehler der Waage von Bedeutung. Im Weiteren müssen die dazu geltenden gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die Mindest- als auch Höchstlast, für die Waage beachtet werden. Infolgedessen kann das eigentliche Messergebnis der Abfallverwiegung für jede Waage unterschiedlich ausfallen.

Neue rechtliche Herausforderungen für die Bioabfallwirtschaft – Konsequenzen für den praktischen Betrieb
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Zahlreiche öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger kommen weiterhin nicht ihrer abfallrechtlichen Verwertungspflicht gemäß § 11 Abs. 1 KrWG nach, Bioabfälle getrennt zu erfassen. Der erwartete Anstieg der bundesweit erfassten Mengen an Biogut ist bisher ausgeblieben. Zudem enthält der Entwurf zur Novelle der Düngeverordnung (Stand 15.02.2017) Vorgaben, welche die spezifischen Eigenschaften von organischen Düngern mit hohen Anteilen an stabilen Humusverbindungen und geringen Gehalten an verfügbarem Stickstoff nicht berücksichtigen. Durch die Verschärfung bestehender und die Einführung neuer Anforderungen in der Düngeverordnung ist zu befürchten, dass die Rahmenbedingungen für die Kompostvermarktung in vielfacher Hinsicht schwieriger werden.

Einsatz von Komposten und Gärresten vor dem Hintergrund des neuen Düngerechts
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Die Düngung mit Mineralsalzen hat zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Industrialisierung unserer Volkswirtschaft erst ermöglicht. Mit der Einführung einer von der Tierhaltung losgelösten Düngung war eine deutliche Steigerung der produzierten Nahrungs- und Futtermittelmenge, aber auch der Produktivität je Arbeitskraft verbunden. So ist auch heute die Düngung ein wesentlicher Produktionsfaktor in der Landwirtschaft

Nahrungs- und Küchenabfälle – Potenziale, Nutzung und Auswirkungen auf die Prozesskette Biogutverwertung (Forschungsvorhaben Bio-OPTI)
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Im Forschungsvorhaben Bio-OPTI wurden Optimierungsansätze zur Getrennterfassung von Nahrungs- und Küchenabfällen (NuK) privater Haushalte sowie zu deren Verwertung in integrierten Vergärungs- und Kompostierungsanlagen entwickelt. Das Gesamtpotenzial von NuK in Deutschland wurde auf rund 80 kg/E*a geschätzt, von denen lediglich 20 % bereits über die Biotonne erfasst werden. Daneben wurde die Erfassung von NuK in privaten Haushalten und durch die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger (örE) umfangreich dokumentiert und analysiert.

EEG 2017 in der abfallwirtschaftlichen Praxis – Chancen für Bio- und Grüngutverwertungsanlagen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Zum 1. Januar 2017 trat das erst 2014 letztmalig novellierte „Gesetz für den Ausbau erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz – EEG 2017)“ in Kraft. Während bislang die Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien für jede Kilowattstunde einen festgeschriebenen Vergütungssatz erhielten, wird ab 2017, auch für biogene Abfallstoffe, die Höhe der Vergütung (bzw. der Marktprämie) im Rahmen eines Ausschreibungsverfahrens ermittelt. Unter monetären Gesichtspunkten muss, nach Einschätzung des Witzenhausen-Instituts, die Teilnahmepflicht am Ausschreibungsverfahren zur Ermittlung der Vergütungshöhe für Abfallanlagen keine wesentliche Verschlechterung darstellen. Sehr nachteilig, insbesondere im kommunalen Umfeld, ist die Planungsunsicherheit, da die Vergütung für den erzeugten Strom erst zu einem relativ späten Zeitpunkt im Planungsverfahren endgültig feststeht. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Vorleistungen in einer Größenordnung von mehreren hunderttausend Euro zu leisten.

Funktion und Ausgestaltung der Zentralen Stelle nach dem Verpackungsgesetz – Überlegungen und Erwartungen
© Witzenhausen-Institut für Abfall, Umwelt und Energie GmbH (5/2017)
Der Entwurf des Gesetzes über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz – VerpackG) regelt die Implementierung einer sogenannten Zentralen Stelle. Sie ist als Stiftung des privaten Rechts ausgestaltet, die über das Gesetz mit hoheitlichen Aufgaben beliehen wird. Diese Konstruktion soll die Vorteile einer privatrechtlichen Struktur (schlank, Einbeziehung von Fachwissen aus beteiligten Kreisen, verursachergerechte Finanzierung) mit einer öffentlich-rechtlichen und damit behördlichen Ausgestaltung verbinden und ist vor dem Hintergrund der Produktverantwortung nur konsequent. Die Projektgesellschaft hat bereits einige Vorarbeiten geleistet, die Stiftung Zentrale Stelle Verpackungsregister muss bis zum 01.01.2019 vollständig betriebsbereit sein. Der folgende Vortrag ist in drei Abschnitte gegliedert. Nach den Grundlagen einer Zentralen Stelle wird auf die Möglichkeiten und Grenzen eingegangen. Zum Abschluss soll die Struktur der Zentralen Stelle erläutert werden.

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