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DBU fördert Altmöbel-Projekt

Bundesweites Netzwerk soll kreative Recyclingprodukte in Kleinserien produzieren

Dortmund (11.1.2007). Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt mit 120.000 Euro ein neues Projekt, das die Aufarbeitung und Wiederverwendung von Altmöbeln zum Ziel hat. Im Fokus stehen hierbei Beschäftigungsgesellschaften, deren Produkte in Gebrauchtmöbelkaufhäuser verkauft werden. Koordiniert wird das Vorhaben vom Institut für Umweltforschung (INFU) der Uni Dortmund. "Wir rufen ein bundesweites Netzwerk ins Leben, um erstmals auch kreative Recyclingprodukte in Kleinserien zu produzieren", erläutert Dr. Werner Baumann vom INFU. Unter www.ReUse-net.de werden die Produkte angeboten. Die Initiatoren planen Designwettbewerbe mit Jugendlichen aller Schulformen. Die ersten ergänzenden Schülerwettbewerbe will das Startteam ab März in Nordrhein-Westfalen durchführen. Den Gewinnern werden dreiwöchige Praktika angeboten, in denen sie ihre Prototypen herstellen können. Schrittweise wollen die Initiatoren auch professionelle Designer für das Vorhaben gewinnen.

Mit Hilfe einer Untersuchungsmethode, die Schüler in einem "Jugend forscht"-Projekt entwickelten, werden alle verwendeten Materialien auf Formaldehyd geprüft. Gerade diese Chemikalie wurde seit den 80er Jahren oft für Spanplatten verwendet, um sie haltbarer zu machen. "Die von uns vertriebenen Möbel oder auch Textilien unterschreiten in jedem Fall die Belastungsgrenze", erklärt Baumann.

Kleinserien zu produzieren, ist ein Ziel des neuen Netzwerkes. "Uns geht es aber natürlich auch darum, gute, aufbereitete Gebrauchtmöbel weiter zu vermarkten", so Baumann. Die gemeinsame Internetplattform www.ReUse-net.de soll den Verkauf erleichtern. "Eine enorme Zeit- und Kostenersparnis für alle Partner", kommentiert der Koordinator.

Zum Startteam des "Re-Use-Netzwerkes" gehören neben dem INFU die "Recyclingbörse" (Herford), der Werkhof Hagen "Möbel & Mehr", "ecomoebel", die Tischlerei "Schäfer" (beide Dortmund), die Bundesarbeitsgemeinschaft Arbeit (Berlin) und der Verein "Second-Hand vernetzt" (Münster). Auch die Europaschule Dortmund hat ihre Kooperation schon zugesagt. Interesse zeigten außerdem die "Stiftung von Bodelschwinghsche Anstalten Bethel" (Bielefeld), die "Werkstatt über den Teichen" (Dortmund) und "Rümpelfix" (Münster). "Weitere Partner sind herzlich willkommen", betont Baumann.

Sieben Millionen Tonnen Möbel werden in Deutschland nach Schätzungen des INFU jährlich aussortiert. Als Sperrmüll landen rund 95 Prozent in Müllverbrennungsanlagen oder auf der Deponie, nur fünf Prozent der veralteten Einrichtung würden weiterverwendet, so Werner Baumann vom INFU.

Kontakt: Institut für Umweltforschung, Universität Dortmund, Otto-Hahn-Str. 6, D-44221 Dortmund, Tel. 0231.755-4095, Fax: -755-4084, eMail: W.Baumann@infu.uni-dortmund.de, Internet: www.infu.uni-dortmund.de/Forschung.
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), An der Bornau 2, 49090 Osnabrück, D-49007 Osnabrück, Tel. 0541.9633-0, Fax -9633-190, eMail: Internet: www.dbu.de.

RHOMBOS, Abfallwirtschaftlicher Informationsdienst,  ISSN: 1613-6489)



Copyright: © Rhombos Verlag (11.01.2007)
 
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