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8. Bodenschutztage Marktredwitz 2014


Bodenbewusstsein und Instrumente des Bodenschutzes in Europa
Luca Montanarella
Bodenbewusstsein und Rechtsetzung für Bodenschutz in Europa sind notwendige Instrumente für eine wirksame Bodenschutzpolitik in Europa. Die Thematische Strategie für den Bodenschutz der EU verwirklicht die notwendigen Rahmenbedingungen um solch ein Ziel in der nahen Zukunft zu erreichen.
Fridolin, Pino und andere: Unterstützer im Bemühen um Bodenbewusstsein in Deutschland
Olaf Düwel, Gabriele Broll
Die Förderung des Bodenbewusstseins ist eine anerkannte zentrale Aufgabe des Bodenschutzes. Dabei erfordern unterschiedliche Zielgruppen und spezifische Anlässe spezielle Aktivitäten. Regelmäßige Zusammenstellungen von diesbezüglich erstellten Materialien und durchgeführten Aktivitäten aus den Bundesländern zeigen, dass die Aufgabe auch seitens der zuständigen Behörden in Deutschland zunehmend wahrgenommen wird.
Aktivitäten und Kampagnen zur Verbesserung des Bodenbewusstseins in Deutschland – Ergebnisse eines Forschungsprojekts von BMUB/UBA
Sabine Huck, Norbert Niedernostheide, Uta Mählmann, Carolin Kaufmann-Boll, Dipl. Ing. Jeannette Mathews
Boden ist ein kostbares, gemeinschaftliches und schützenswertes Gut. Das Bewusstsein dafür zu vermitteln und ein bodengerechtes Handeln in Politik und Öffentlichkeit zu bewirken, sind wichtige Anliegen der Umweltbehörden. Es wird gezeigt, welche Aktivitäten zu einer verstärkten Boden-Wahrnehmung und zu veränderten Handeln und Denken in Politik und Öffentlichkeit führen und wie Erfolgsfaktoren aussehen.
Aktivitäten zur Schaffung von Bodenbewusstsein in Bayern
Dr. Frank Holzförster
In Bayern wurde die Bedeutung des Bodens für die Gesellschaft erkannt. In weiten Teilen der Gesellschaft hat der Boden aber leider keinen hohen Stellenwert mehr. Die Schaffung von Bodenbewusstsein ist deshalb eine grundlegende Aufgabe für alle, denen etwas am Schutz der Böden liegt. Verschiedene Aktivitäten zur Schaffung von Bodenbewusstsein in Bayern werden hier vorgestellt.
Einsatz von Geocaches (Soilcaches) zur Bodenbewusstseinsbildung
Hermann Miesbauer
Geocaching ist ein Freizeitvergnügen, das von einer ständig wachsenden Bevölkerungsgruppe intensiv betrieben wird. Die starke Verbreitung von Mobiltelefonen mit GPS hat diesen Trend noch weiter verstärkt. Von Seiten der Abteilung Umweltschutz wird diese Entwicklung genutzt, um mittels des Geocachings Informationen zum Thema Boden zu vermitteln.
Gefährdungsabschätzungen im Rahmen des nachsorgenden Boden- und Grundwasserschutzes bei der Stilllegung einer komplexen Anlage; hier: Erdölraffinerie
H. Kaiser, J. Ondreka
Im Zuge der Schließung und des Rückbaus der ehem. Raffinerie der Bayernoil GmbH in Ingolstadt wurden auf einer Gesamtfläche von ca. 108 ha umfassende Gefährdungsabschätzungen zum Schutzgut Grundwasser erforderlich um Anforderungen der Gefahrenabwehr im Sinne geltender EU-Richtlinien bzw. des BBodSchG erfüllen zu können.
Terroir – Bodenbewusstsein aus dem Weinglas
Ernst Dieter Spies
Der Zusammenhang zwischen Bodeneigenschaften und Weincharakter ist Teil der Terroir-Idee. Die Tatsache, dass sich bestimmte Bodeneigenschaften im Weingeschmack niederschlagen, eröffnet die Möglichkeit einer sinnlichen Erfahrung der Bedeutung und der Vielfalt von Böden. So entsteht Bodenbewusstsein primär durch Erleben, statt durch Belehrung.
Aachener Leitfaden zur Bewertung von Eingriffen in das Schutzgut Boden
Dr. Susanne Frey-Wehrmann
Die Belange des Bodens sind in allen raumwirksamen Planungspro- zessen und Genehmigungsverfahren von Bedeutung. Im Rahmen der Aufstellung des Bebauungsplans „Hochschulerweiterung Campus Melaten“ wurde von der Stadt Aachen ein allgemeines Bewertungssystem für das Schutzgut Boden erarbeitet. Auf dieser Grundlage wurde dann der „Aachener Leitfaden“ zur Bewertung von Eingriffen in das Schutzgut Boden entwickelt.
Ausgangszustandsbericht – Anforderungen und Vollzugserfahrungen
Peter Fritsch
Der Ausgangszustandsbericht für Boden und Grundwasser ist gemäß der Umsetzung der EU-Richtlinie über Industrieemissionen (Richtlinie 2010/75/EU vom 24.11.2010) für bestimmte Industrieanlagen zu erstellen, bei denen relevante gefährliche Stoffe verwendet, erzeugt oder freigesetzt werden, sofern nicht auf Grund der tatsächlichen Umstände ein Eintrag in den Boden oder das Grundwasser ausgeschlossen werden kann. Die entsprechenden Entscheidungsabläufe sowie erste Erfahrungen in Bayern mit dieser neuen Anforderung des Immissionsschutzes werden präsentiert.
Bodenfunktionsbewertung – ein Instrument des quantitativen Bodenschutzes
Georg Juritsch
Der Boden ist in der Planung ein bisher häufig zu wenig berücksichtigtes Schutzgut. Eine (flächendeckende) Bewertung und Darstellung der vielfältigen Funktionen im Naturhaushalt ist Grundlage für ein besseres Verständnis für diese endliche „Ressource“. Mit diesen Daten können Planungen im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Boden besser beurteilt und Maßnahmen und Entscheidungen zum Flächensparen angeregt werden.
Die Bodenkundliche Baubegleitung als Teil der Umweltbaubegleitung bei einem Straßenbauprojekt im Land Salzburg
Andreas Knoll, Dr. Gertraut Sutor
Südlich der Bezirkshauptstadt Hallein (Land Salzburg, Österreich) soll ein niveaugleicher, schrankengeregelter Übergang der B 159 Salzachtal Straße über die ÖBB Westbahnstrecke durch eine Umgehungsstraße ersetzt werden. Für das Vorhaben wurde eine sogenannte Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) vorgeschrieben. Die Aufgabe der BBB liegt primär in der Überwachung der einschlägigen Projektinhalte und Bescheidauflagen sowie allgemein des Stands der Technik im angewandten Bodenschutz.
Praxisbeispiel Bodenkundliche Baubegleitung (BBB): Bodenschutz beim Neubau eines Prüfzentrums der Daimler AG in Sindelfingen
F.-M. Lange, Thomas Rumpelt
Bei größeren Baumaßnahmen wird die Bodenkundliche Baubegleitung (BBB) als wirksames Instrument zum Schutz der Böden eingesetzt. Die Begleitmaßnahme dient dem Erhalt wichtiger Bodenfunktionen bei Aushubmaßnahmen, insbesondere der Oberböden. Beispielhaft wird eine Bodenschutz-Maßnahme vorgestellt, die beim Bau eines Prüf- zentrums der Daimler AG in Sindelfingen umgesetzt wurde.
Bodenschonender Erdbau braucht klare Leitlinien
Jörg Zausig
Der Erhalt günstiger natürlicher Bodeneigenschaften auf Flächen, die für Baumaßnahmen in Anspruch genommen werden, erfordert Maßnahmen eines bodenschonenden Erdbaus, die ohne definierte Auflagen in der Baugenehmigung nicht im erforderlichen Umfang ausgeführt werden. Eine bodenkundliche Fachbauleitung kann darüber hinaus Bauherren und Planer beraten und die Baumaßnahme fachkundig begleiten.
Bewertung der Wirkungspfade Boden-Gewässer, Boden-Mensch und Boden-Pflanze in Baden-Württemberg
Dipl.-Geoök. Cosima Hillmert
Baden-Württemberg hat für die Altlastenbearbeitung ein Verfahren entwickelt, bei dessen Anwendung die in der BBodSchV genannten Wirkungspfade Boden-Gewässer (Grundwasser und Oberflächengewässer), Boden-Mensch, Boden-Pflanze sowie „Gefahren durch Deponiegas“ priorisiert und die Beurteilung des Standortes durch die Dokumentation aller relevanter bewertungsrelevanter Sachverhalte nachvollziehbar und transparent wird.
Besonderheiten bei Bewertungen im Pfad Boden-Mensch bei Rüstungsaltlasten
Dipl.-Geol. (Univ.) Carlo Schillinger
Bei Untersuchungen von Flächen mit Verdacht auf Kontaminationen durch chemische Kampfstoffe und explosivstofftypische Verbindungen gewährleistet die strikte Umsetzung der Vorgaben aus der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung in Einzelfällen keine sichere Gefahrbeurteilung. Erforderlich sind dann gegebenenfalls einzelfallbezogene Anpassungen der Erkundungstiefen und der chemischen Untersuchungen.
Fallbeispiel zum Wirkungspfad Boden-Mensch Wohnen auf einer ehemaligen Deponie – Bewertung, Sanierung, Monitoring
Dr. Andreas Zeddel
Auf der in den 1960er Jahren u. a. mit Hausmüll verfüllten ehemaligen Deponie, der Altablagerung Nr. 78 in Stormarn wurden in den 1970er Jahren 170 Wohngebäude errichtet. Nach Protesten und Absiedlung eines Teils der Bewohner wurde entschieden, die Gebäude nach einer Bodensanierung und dem Aufbau einer Gasabsaugung wieder zu verkaufen. Die Vorgehen und die Auswirkungen bis heute werden dargestellt.
Wirkungspfad Boden-Mensch im bayerischen Vollzug – Arbeitshilfen und aktuelle Entwicklungen
Andreas Hofmann
Die Merkblätter „Altlasten 1“ und „Altlasten 2“ des Bayerischen Landesamts für Umwelt sind Grundlage für den Vollzug der Bodenschutzgesetze und -verordnung beim Wirkungspfad Boden-Mensch (direkter Kontakt) bzw. Boden-Bodenluft-Mensch in Bayern. Anhand von aktuellen Schadensfällen wird die Anwendung der Merkblätter vorgestellt.
Transport, Mobilisierungsverhalten und Bewertung von PFC in Böden
Hanna Ulrich, Dr. Michael Gierig, Gundula Hübner
Ziel der Arbeit war es das Transport- und Mobilisierungsverhalten von PFC in ungestörten und gestörten Böden mittels Kleinlysimetern zu untersuchen. Im Sickerwasser der gestörten Kleinlysimeter wurden (mit Ausnahme der PFHxS am Standort A) keine erhöhten PFC-Konzentrationen im Sickerwasser nachgewiesen. Möglicherweise werden durch die Störung des Bodengefüges neue Bindungsplätze geschaffen, die eine PFC-Austragung verringern.
Vom Feuerlöschübungsbecken zur Trinkwasserfassung Transport von perfluorierten Chemikalien (PFC) in der ungesättigten Bodenzone und im Grundwasser
Jörg Danzer, Melanie Herbst, Thomas Schiele
Filmbildende Feuerlöschschäume wurden zum Löschen von Flüssigkeitsbränden (z. B. Kerosin) seit den 1960er Jahren z. B. auf Flughäfen verwendet. Sie enthielten bis ca. 2001 geringe, aktuell sehr geringe Konzentrationen an per- und polyfluorierten Chemikalien (PFCs). Diese sind für Säugetiere giftig, persistent und im Grundwasser sehr mobil. Sie stellen daher eine ernste Gefahr für die Qualität des Grund- und Trinkwassers dar.
Gefährdungsabschätzung Pfad Boden-Pflanze – Erfahrungen aus dem Vollzug
Christa Müller, Sabrina Hartl
Bei Verdacht auf eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Flächen verlangt das Bodenschutz-Gesetz eine Gefährdungsabschätzung für den Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze. Dargestellt werden rechtliche Vorgaben, Zuständigkeiten, Bewertungsmaßstäbe, Beispiele aus dem Vollzug sowie Schutz- und Beschränkungsmaßnahmen je nach Art und Höhe der Belastung.
Bodenerlebnispfad Roggenburg Ein Beitrag zur Bodenbewusstseinsbildung
Regina Anzenhofer, Gregor von Held
Durch Erosion, Verdichtung, Auslaugung, Versiegelung oder Schadstoffüberfrachtung können Böden degenerieren und mitunter irreversibel beschädigt werden. Sie verlieren dadurch ihre positiven natürlichen Funktionen und Eigenschaften. Ihre zentrale Bedeutung und Schutzwürdigkeit ist deshalb im Bundes- und Bayerischen Bodenschutzgesetz (BBodSchG und BayBodSchG) festgehalten.
Geotope in Bayern – erhalten und pflegen
Christine Schindelmann
Geotope sind Archive unserer Erdgeschichte, die von regionaler oder nationaler geowissenschaftlicher Bedeutung, Seltenheit oder Schönheit sind. Steinbrüche, Gesteinsfreilegungen an Straßen, Felsen, besondere Landschaftsformen, Höhlen, Quellen oder historische Objekte aus dem Bergbau – die Vielfalt an Geotopen in Bayern ist groß.
Geotope in Bayern – Grundlage für Umweltbildung und Geo-Tourismus
Georg Loth
Der geologische Untergrund hat großen Einfluss auf die Beschaffenheit und Nutzbarkeit unserer Umwelt. Geotope als geologische Sehenswürdigkeiten eignen sich besonders gut zur Vermittlung dieser Zusammenhänge auch an fachfremde Personen. Sie dienen damit als Grundlage für entsprechende Bildungsangebote und fördern die Entwicklung eines sanften Geo-Tourismus.
Bodenfunktionsbewertung auf regionaler und kommunaler Ebene Ein niedersächsischer Leitfaden für die Berücksichtigung der Belange des vorsorgenden Bodenschutzes in der räumlichen Planung
Dipl.-Geogr. Nicole Engel
Böden sind nicht vermehrbar und kaum erneuerbar. Daher müssen sie nach dem Prinzip der Vorsorge genutzt und geschützt werden. Dem gegenüber stehen ein gesellschaftlich wenig ausgeprägtes Bewusstsein für die Bedeutung der Böden und ein anhaltend hoher Flächenverbrauch. Da auch zukünftig ein vollständiger Verzicht auf Neuinanspruchnahme von Böden für Siedlung, Verkehr, Rohstoffgewinnung oder Infrastruktur- und Netzausbauprojekte nicht realistisch erscheint, gilt es, für eine nachhaltige Bodennutzung die Inanspruchnahme von Böden zu steuern.
Der Wirkungspfad Boden-Nutzpflanze im neuen LANUV-Arbeitsblatt 22 Praxisbeispiele bei Prüfwertüberschreitungen in Gärten
Jörg Leisner
Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW hat die Arbeitshilfe „Weitere Sachverhaltsermittlung bei Überschreitung von Prüfwerten nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung“ aktualisiert und als Arbeitsblatt 22 veröffentlicht. Es werden Methoden und Entscheidungshilfen für eine Vorgehensweise in der Praxis vorgestellt.
Boden & Wein Eine Initiative zur Stärkung von Bodenbewusstsein in Unterfranken
Dr. Raimund Prinz
Bodenschutz ist ein wichtiger Bestandteil der bayerischen Umweltpolitik. Um den Boden zu schützen hat Bayern mit dem Bayerischen Bodenschutzgesetz, zeitgleich mit dem Bundesgesetz, die landesrechtlichen Grundlagen für den Vollzug geschaffen. Ein wirksamer und nachhaltiger Bodenschutz kann aber langfristig nicht ohne Schaffung von Bodenbewusstsein in der breiten Öffentlichkeit greifen.
Bodenerlebnispfad Amberg auf dem Mariahilfberg – ein Instrument zur Bodenbewusstseinsbildung in Bayern
Manuela Hornung
Boden gehört wie Luft und Wasser zu den nicht erneuerbaren, natürlichen Ressourcen. Ihn zu schützen und zu erhalten ist unser aller Aufgabe. Der Gesetzgeber hat die zentrale Bedeutung der Böden erkannt und mit dem Bundes-Bodenschutzgesetz und dem Bayerischen Bodenschutzgesetz die gesetzliche Grundlage zum Schutz der Böden geschaffen. Im durch das Bayerische Kabinett gebilligten Bodenschutzprogramm aus dem Jahr 2006 wurden Ziele und Maßnahmen zur Stärkung des Bodenbewusstseins in der Öffentlichkeit festgesetzt.
Vorstellung des Bodenlehrpfades Kalchreuth-Wolfsfelden
Kathrin Herrmann
Die bayerische Umweltverwaltung hat vor über zehn Jahren im Sebalder Reichswald bei Nürnberg den ersten bayerischen Bodenlehrpfad Kalchreuth-Wolfsfelden eingerichtet. Dort kann man die große Bandbreite von Bodenbildungen aus unterschiedlichen Substraten des Keuper-Lias-Landes mit Augen und Händen erfahren.
Bodenlehrpfad Festung Rosenberg Ein Beitrag zur Bildung und Stärkung des Bodenbewusstseins
Klaus Pfadenhauer
Die Verankerung des Bodens im öffentlichen Bewusstsein spielt neben den gesetzlichen Vorgaben eine wichtige Rolle um das allgemeine Verständnis für den Schutz des Bodens zu wecken und zu erhöhen. Bereits im Jahr 2006 wurde im Bayerischen Bodenschutzprogramm ausdrücklich die Einrichtung von Bodenlehrpfaden als wichtige Maßnahme zur Umweltbildung genannt.
Bodenlehrpfad Buchenberg Ein Beitrag zur Bildung und Stärkung des Bodenbewusstseins
Elisabeth Bedenik, Angelika Babl
Boden ist zentraler Bestandteil der Ökosphäre und somit Lebensgrund- lage für alle Lebewesen. Boden braucht nachhaltigen Schutz und höchste Aufmerksamkeit. Mit der Errichtung von unterschiedlichen, offenen, teils begehbaren Bodenprofilen, verständlichen beschriebenen Informationstafel und Flyern am Bodenlehrpfad Buchenberg wird der Boden mit seinen Funktionen vorgestellt.
Informationstafeln zu Böden und Geologie am Panoramaweg an der Rossfeldstraße im Landkreis Berchtesgadener Land
Helmut Kronawitter
Der Gesetzgeber hat die zentrale Bedeutung der Böden erkannt und mit dem Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG) sowie dem Bayerischen Bodenschutzgesetz (BayBodSchG) die gesetzliche Grundlage zum Schutz der Böden geschaffen. Im Bodenschutzprogramm Bayern hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) im Jahr 2006 u. a. Ziele und Maßnahmen zur Stärkung des Bodenbewusstseins in der Öffentlichkeit festgelegt.
Mehrere Methoden – ein Ergebnis? Vollzugstauglichkeit normierter Korngrößenbestimmungen
Dr. Hans-Jürgen Ulonska
Zur Ableitung von Leitfähigkeiten wurden vielfach die nach van Genuchten (1980) verwendeten 33 Korngrößenverteilungen übernommen, die aber ebenso wie die nicht kompatiblen Bodenartenuntergruppen, Bodenartengruppen bzw. Bodenartenhauptgruppen gemäß BBBBodSchV (2012) nicht problemlos in andere Bodenarten/Texturklassen überführbar sind und untereinander dem Vollzug in Deutschland im fachrechtlichen Widerspruch gegenüberstehen. Überführungen von einer Bodenart/Texturklasse in eine andere ist über aufwendige Transformationen von Einzelwerten möglich.
Einführung von Instrumenten zum Bodenschutz in den Planungs- und Vollzugsalltag in Hessen und Rheinland-Pfalz
Ricarda Miller, Thomas Vorderbrügge, Stephanus Sauer
Die Länder Hessen und Rheinland-Pfalz haben durch verschiedene Fortbildungsveranstaltungen die beiden Instrumente „Leitfäden zur Berücksichtigung des Schutzguts Boden in der Umweltprüfung nach BauGB“ sowie den „Karten zur Bodenfunktionsbewertung“ als wichtige Hilfsmittel im Planungs- und Vollzugsalltag eingeführt.
Boden-Parameter und Hintergrundwerte für Spurenelemente in Böden des Landes Sachsen-Anhalt
K.-J. Hartmann, Wolfgang Kainz, R. Jahn, U. Langer
Umfang und Bestand an bodenkundlichen und stofflichen Analysen haben sich in der Bodenprofildatenbank des Landes Sachsen-Anhalt seit der Veröffentlichung von Hintergrundwerten (LABO 2003) weiterentwickelt. Mit Bezug auf das Substrat lassen sich jetzt für die Horizonte parameterbezogene, statistische Kenngrößen und Hintergrundwerte berechnen.
Oberbodenauffüllung als Ausgleichsmaßnahme nach BauGB - ein Beispiel aus Schönaich (Landkreis Böblingen, Baden-Württemberg)
F.-M. Lange, Bettina Gliedstein, RA Hellmuth Dr. Mohr
Im Zuge einer geplanten Erschließung für ein Wohngebiet in Schönaich wurde eine bodenkundliche Baubegleitung in Form eines Oberbodenmanagements durchgeführt. Die in einer Arbeitsgemeinschaft (ARGE) zusammengeschlossenen Planungs- und Ingenieurbüros Gruppe für ökologische Gutachten und terrafusca Ingenieure erarbeiteten für die Gemeinde Schönaich im Kreis Böblingen ein Konzept zum Bodenmanagement für das elf Hektar umfassende Baugebiet „Westrand“.
Besonderer Schutz für wertvolle Flächen – das Dauergrünland-Erhaltungsgesetz Schleswig-Holstein
Dipl.-Ing. Oliver Hakemann
Dauergrünland (DGL) umfasst in Schleswig-Holstein ca. ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Der Anteil ist aufgrund der hohen Wettbewerbskraft des Ackerbaus seit Jahrzehnten rückläufig. Es besteht weiterhin, insbesondere auch aufgrund der Attraktivität des Maisanbaus ein hoher Anreiz, weitere Dauergrünland-Flächen umzubrechen und als Ackerland zu nutzen.
Modellentwicklung zur Gefährdungsabschätzung von Bodenabtrag durch Wind auf Ackerflächen Westsachsens
Simon Schmidt
Neben der weitaus einfacher zu beobachtenden Erosion durch Wasser spielt auch die Erosion durch Wind eine wesentliche Rolle beim Bodenabtrag landwirtschaftlicher Flächen. Ihr Bodenverlust ist nicht durch linienhafte Reliefformen (Rillen, Rinnen, Runsen), sondern vielmehr durch flächenhaften Abtrag – gesteuert von einigen wenigen extremwetterlagen – geprägt.
Reduzierung erosiver Sedimenteinträge in die oberfränkischen Perlmuschelgewässer
Reinhard Wesinger, Martin Potsch, Ewald Hermannsdörfer, Konni Biegert
In Nordost Oberfranken existieren u. a. in der südlichen Regnitz und im zufließenden Zinnbach Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Flussperlmuschel. Seit mehreren Jahrzehnten wurden keine Jungmuscheln gesichtet, die das Überleben der Population gewährleisten könnten. Für die komplexe Reproduktion der Flussperlmuschel sind ein nicht kolmatiertes (frei von Feinsediment), sauerstoffreiches Interstitial in einem Gewässer der Güteklasse I, sowie die Anwesenheit der Bachforelle als Wirtsfisch Voraussetzung.
Das Altlastenkataster: Rechtlicher Hintergrund und praktische Probleme – Eintrag, Entlassung, Auskunft, Rechtsschutz –
Dr. André Turiaux
Das Altlastenkataster ist in der Praxis eine allgemein anerkannte Informationsquelle für die Bewertung eines Grundstücks. Die Einholung eines Katasterauszugs ist Standard bei Immobilienkäufen. Ist das Grundstück als kontaminiert oder als Verdachtsfläche eingetragen, führt das i. d. R. zu einem Wertabschlag und erschwert den Verkauf. Ein Katastereintrag ist ein Mangel i. S. d. Kaufrechts. Der Verkäufer ist daher verpflichtet, den Käufer über einen bestehenden Katastereintrag zu informieren. Der Käufer kann dementsprechend den Kaufvertrag anfechten, wenn ihm der Altlastenverdacht arglistig verschwiegen wurde.
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